Ziele in Strategie verwandeln

Ziele in Strategie verwandeln

Bei vielen meiner Gespräche mit Kunden höre ich oft sehr ambitiöse Pläne und Zielsetzungen: Optimierungsaktionen, Effizienzsteigerung, Kostenreduzierung, zweistellige Wachstumsraten usw. Alles durchaus berechtigte und schöne Zukunftsvisionen, aber diese tatsächlich in Resultate umzusetzen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Letztendlich ist ein gut durchdachter Plan notwendig. Es kann durchaus vorkommen, dass bestimmte Prozesse mit einem Haufen Glück, Unverzagtheit und harter Arbeit sich wie von selbst einrichten, aber das ist eher die Ausnahme. Gewöhnlich muss hier mehr Energie investiert werden, ohne dass Flexibilität und Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens „verschwendet“ werden. Das erfordert Analysefähigkeit und Entscheidungsfreude. Und es gilt eine zweite Regel, an der Sie nicht vorbeikommen: Es muss zuerst „etwas“ investiert werden, bevor es sich rentieren kann. Wir sprechen hier von einer Investition in Personen und Lösungen. Vielleicht schmerzhaft, aber es muss über ROI oder Amortisation nachgedacht werden. Und die kann in manchen Fällen, nur schwierig zu definieren sein. Insbesondere wenn es sich um „softe“ Betriebsmittel, also das Personal handelt. Es gibt verschiedene Modelle, um eine ROI-Berechnung aufstellen zu können. Wird hierbei jedoch berücksichtigt, dass es hier nicht nur um die Vorbereitung auf morgen geht, sondern dass Sie die Basis für die nächsten zehn Jahre vorgeben? Sie wollen doch nicht schon wieder innerhalb eines Jahres zu groß für Ihren Anzug werden, nicht wahr? Daher kann ich nur empfehlen, nicht einen zu großen Anzug zu kaufen, sondern einen, der mit Ihren Zielen mitwächst. Letzteres verlangt eine langfristige Strategie. Natürlich war die in den letzten vier oder fünf Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Verwerfungen nicht immer einfach zu entwickeln. Glücklicherweise kann man mittlerweile wieder nach vorne blicken und eine bessere Konjunktur erwarten.

ERP-Implementierungen werden gewöhnlich in Angriff genommen, um Prozesse im Unternehmen zu verbessern. In anderen Fällen gilt es ein altes System zu ersetzen, für das kein Support mehr angeboten wird. Oder die spezifische Hardware ist am Ende ihres Lebenszyklus angekommen, aber die gegenwärtige ERP-Software läuft nur auf diesem System. Häufig wird auch nach einem neuen System gesucht, da bestimmte Funktionalitäten fehlen oder nicht unterstützt werden. Sie können sich bei der Suche eine Anzahl von Fragen stellen: Kann die (neue) Lösung mit den Expansionsplänen Ihres Unternehmens mitwachsen? Da ERP-Lösungen generell sehr komplett sind, was macht dann den großen Unterschied aus? Ein knallharter Preisvergleich ist in vielen Fällen ein Vergleich von Äpfeln und Birnen! Zweitens: Addieren Sie die Investitions- und Unterhaltskosten und teilen Sie sie durch die Anzahl der vorgesehenen Betriebsjahre. Die Tonart ändert sich oft stark. Das sind die harten Fakten, nun zu den Soft-Facts: dem Implementierungspartner. Begreift dieser Ihr Geschäft? Bestehen Gemeinsamkeiten in der Unternehmenskultur? Besitzt der Anbieter ergänzende Branchenkenntnis? Macht er den Unterschied mit Lösungsvorschlägen, die Ihnen echt helfen? Die Beziehung beginnt bereits bei der ersten Bekanntschaft. Daher lässt sich die Implementierung durchaus mit einer Hochzeit vergleichen. Man besiegelt eine Zusammenarbeit auf unbestimmte Zeit (auch nachdem das System live geschaltet ist). Aber sind wir nach Beantworten der obigen Fragen schon fertig? Größtenteils ja, dennoch fehlt ein ganz wichtiger Faktor. Gewöhnlich ist der Installationspartner in der Lage Sie bei der Anwendung heute und morgen zu unterstützen. Doch wie sieht es langfristig aus – zum Beispiel über die nächsten zehn Jahre? Anders ausgedrückt: Kann Sie der Implementierungspartner auch bei der Verwirklichung Ihrer langfristigen Ziele begleiten? Das dürfen Sie, nein, das müssen Sie von Ihrem Partner erwarten können.