Project Description

Pulse unterstützt innovativen Kühlungsspezialisten aus Roermond, NL

Asien nötigt KOMA in ERP zu investieren

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Die Kühlsysteme von KOMA stehen in Bäckereien auf der ganzen Welt und das Unternehmen verzeichnet ein stetiges Wachstum. Da der Konsum von Brot und Backwaren insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent und in Asien stark zunimmt, will die Geschäftsführung das Unternehmen entsprechend aufrüsten. Dies war der Grund, um an Pulse Business Solutions heranzutreten und das neue ERP-System Dynamics AX von Microsoft implementieren zu lassen.

Leon Kuipers (†) hält nichts von falscher Bescheidenheit. „Unsere Kühlungen sind einfach die besten,“ bekräftigt der Qualitätsmanager, der in der Geschäftsführung des Familienbetriebs sitzt. „Seit der Gründung vor 75 Jahren wollten wir stets besser als unsere Konkurrenten sein. Und das gelingt uns auch, da wir unsere Systeme kontinuierlich verbessern. Wir profilieren uns als der Mercedes unter den Kühlungen. Wie auch immer Sie dieses Auto persönlich finden, bleibt es jedoch Synonym für Qualität und Langlebigkeit. Und ja natürlich, ist es etwas teurer, doch können Sie damit langfristig echt Geld verdienen.“ Die Kennzahlen des Unternehmens stützen die Aussagen von Leon Kuipers. Neben dem Hauptsitz in Roermond mit großer F&E-Abteilung sowie vier Werkshallen besitzt KOMA Niederlassungen und Vertretungen in ganz Europa von Skandinavien bis Spanien, von Belgien bis Russland. Weitere Standorte sind Japan, China, Singapur, Dubai, die USA, Südamerika und Australien. 99% des Jahresgesamtumsatzes von mehreren zehn Millionen werden außerhalb der Niederlande erwirtschaftet. Weltweit arbeiten ungefähr 250 Angestellte für das Unternehmen. Gründer M.H.M. Aarts hob seinen Betrieb in einer schwierigen Zeit aus der Taufe, nämlich kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Anfänglich entwickelte und produzierte er Kühlanlagen für Bierzapfanlagen. Nach der Befreiung verschob sich der Fokus jedoch auf das Bäckereiwesen. „Es entstand ein schnell wachsender Bedarf an Teigkühlungen, damit Bäcker vorproduzieren konnten: So genannte Gärschrank-Gegenkühlungen, die als „Gärbremse“ des Teigs fungieren. Das sparte teure Nachtstunden ein, in denen Personal Anspruch auf doppelten Lohn hat. Der internationale Durchbruch kam jedoch mit der Einführung von Arbeitsgesetzen in Deutschland, die die Nachtarbeit begrenzten. Auf einmal wollten alle Bäcker solch eine Kühlung. Denn unsere Kühlung war auf hohe Zuverlässigkeit und Qualität ausgelegt – deutsche Grundwerte sozusagen. Und Deutschland ist nach wie vor einer unserer wichtigsten Exportmärkte.“

Pulse-Client-Koma

Empfindliche Rohware

Mit den Aarts der zweiten Generation am Ruder entwickelte sich KOMA zu einem sehr starken Unternehmen, das auf ein jährliches Wachstum verweisen kann. Die einzige Wachstumsdelle entstand durch einen katastrophalen Brand 2007, der das ganze Unternehmen für drei Monate lahm legte. Innovation ist der Leitfaden der gesamten Unternehmensgeschichte. „Und Fokussierung,“ erklärt Kuipers mit Nachdruck. „Wir haben uns stets auf Bäckereien konzentriert. Die Kühlung für eine Metzgerei hat z. B. ganz andere Anforderungen zu erfüllen. Teigwaren sind ein sehr empfindliches Produkt. Die Balance aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -zirkulation beim Lager- und Konservierungsprozess sind letztendlich für die Qualität von Brot und Backwaren auf unseren Tellern ausschlaggebend. Kühlen und Konservieren ist eine Kunst, die wir beherrschen. Es war für uns immer eine sportliche Herausforderung als erstes Verbesserungen und Innovationen auf dem Markt vorzustellen. Bei uns gab es stets einen Daniel Düsentrieb oder auch mehr, die mit neuen Ideen kamen. Die arbeiten auch heute noch bei uns, allerdings jetzt in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Durch unsere Innovationen sind wir Pioniere geworden und geblieben. Zwar klingt das heute nicht mehr revolutionär, doch waren wir die ersten, die eine Kühlung mit Zeitschaltuhr einführten. Dadurch konnte der Bäcker im Voraus festlegen, ab wann die Temperatur steigen und der Teig aufgehen sollte. Auf diese Weise mussten zu Beginn des Arbeitstags nur noch die Roste mit den Teiglingen in den Ofen geschoben werden. Eine deutliche Zeiteinsparung.“

Konfigurator

Der Zeitschaltuhr folgte dann der „analoge Computer“, um die Anlage zu steuern. Er sorgte für bessere Luftzirkulation und verbesserten Feuchtigkeitsgrad. Danach kamen Schränke oder Räume mit verschiedenen Kühl- und Wärmezonen. „Kühlungen werden übrigens mit den verschiedensten Formen und Abmessungen gebaut – genau nach Kundenvorgaben“, führte Kuipers weiter aus. „Das war für uns auch einer der Gründe über ein neues ERP-System nachzudenken. Wir wollten unter anderem einen Konfigurator, mit dem unsere Kunden letztendlich ihre Kühlung selber konstruieren können. Und zwar mit allem Zubehör, das sie benötigen. Das SAP-System, mit dem wir arbeiteten, konnte diese Option nicht bieten. Zumindest nicht so, wie wir das wollten.“ Die internationalen Expansionspläne sind ein zweiter Grund die ICT-Umgebung zu modernisieren. „Die Weltbevölkerung wächst und wird mehr Brot essen. Ein deutlicher Trend – vor allem in Nord- und Südamerika, im Nahen Osten sowie in Südafrika. Asien folgt, denn Wasser wird knapper und der traditionelle Reisanbau erfordert nun einmal viel Wasser. Folglich muss man umschalten. Und das bedeutet Chancen für uns. Wir haben einen guten Namen und die Kapazität. Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung anzugehen. Unser altes ICT-System war darauf echt nicht ausgelegt … Zu komplex, zu langsam. Zudem ist in unserer Branche eine schnelle Lieferung von kritischer Bedeutung. Mit Microsoft Dynamics AX können potenzielle Kunden ihre Kühlsysteme selbst zusammenstellen. Wir wiederum können Angebote schneller erstellen und bei einem Auftrag liegen die Stücklisten sofort vor. Dadurch können wir rechtzeitig Komponenten bestellen, unsere Zulieferer früher informieren und unsere eigene Herstellung und Montage besser koordinieren. Auch Entwurfsänderungen können einfacher umgesetzt werden. Gleichzeitig wurde auch die Logistik verbessert. Daraus resultiert überall ein Zeitgewinn. Damit haben wir jetzt eine Basis, um auf dem internationalen Parkett weiter zu wachsen. Seit einigen Jahren beschäftigen wir einen Vollzeit-Exportmanager. Der kann jetzt neues Terrain erkunden.“

„Wir wollten einen Konfigurator, mit dem unsere Kunden ihre Kühlung selber konstruieren können.“

Pulse

KOMA entschied sich letztendlich für Pulse Business Solutions aus Venlo, NL, um Microsoft Dynamics AX zu implementieren. „Laut Microsoft die besten … Und das können wir nur unterschreiben. Wir arbeiten mittlerweile eine Reihe von Jahren zusammen und sind mehr als zufrieden. Die Mitarbeiter von Pulse versetzen sich in unsere Welt, um zu verstehen, was wir hier tun, und dafür zu sorgen, dass alles klappt. Natürlich ist der Umstieg auf ein neues ERP-System wie ein spannender Krimi. Aber wir haben den Umstellungsprozess fast abgeschlossen und können die Vorteile deutlich sehen. Wir sparen Geld damit, aber nicht an Vollzeit-Arbeitskräften. Dadurch können wir mit dem heutigen Team reell wachsen.“ Und das ist sehr vorteilhaft für einen Betrieb, der innovieren will und daher viel Geld in Forschung und Entwicklung steckt. Die neueste Erfindung ist ein Kühlsystem, das statt mit kritischem Freon mit CO2 als Kältemittel arbeitet. „In Kombination mit einem Thermosyphon“, erklärt Projektmanager Paul Giese, der mit dieser Neuentwicklung maßgeblich verknüpft ist. „Wir lassen die Luft auf eine bestimmte Weise zirkulieren, wodurch Feuchtigkeit und Temperatur optimiert werden. Gleichzeitig wird dem Teig weniger Feuchtigkeit entzogen. Voraussetzung für eine gute Qualität. Dieser Prozess ist vollkommen neu und kann auch auf heiße Länder abgestimmt werden. Darüber hinaus erfordert das System weniger Energie und stößt weniger CO2 aus. Diese Nachhaltigkeit ist in der heutigen Zeit wichtig.“

Existenzberechtigung

Leon Kuipers nickt. „Damit schreiten wir erneut voran. In unserem Testraum haben wir eine Testanordnung installiert. Die Resultate sind verblüffend … In puncto Energieeinsparung sowie bei der Qualität der Teiglinge. Unter Umständen werden wir ein Patent beantragen, jedoch ist dies auf globaler Ebene ein mühseliges Unterfangen. Ich sehe dies mehr als weitere Bestätigung, dass wir stets Neues entwickeln müssen und können. Das ist unsere Existenzberechtigung.“

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