Project Description

„So nah wie möglich am serienmäßigen ERP-System bleiben“

All Brake Systems wandelt sich schnell mit Pulse

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Das Importieren von 25.000 verschiedenen Aftermarket-Autoteilen aus der ganzen Welt und der Verkauf dieser in verschiedenen Ländern in Europa. Das ist, was ABS All Brake Systems mit siebzig Mitarbeitern macht. Automatisierungstechnisch eine beachtliche Leistung. Dies erfordert viele Schnittstellen zwischen dem ERP-System Microsoft Dynamics AX und sowohl technischen Informationssystemen als auch Systemen, die die interne Operation optimieren. Wie führt man da eine ERP-Umstellung durch? Diese Frage durfte Pulse Busines Solutions für ABS beantworten.

ABS All Brake Systems wurde 1978 in IJsselstein, in der Nähe von Utrecht, gegründet. Das Unternehmen richtete sich auf die Lieferung von Bremssystemen für den Aftermarket von Pkw an Zwischenhändler und Großhandelsunternehmen aus. Während bestehende Anbieter damals nur aus einem bestimmten Produktionsland importierten, entschied sich ABS dafür, die gesamte Breite (und Tiefe) des Marktes durch den Import aus allen Produktionsländern zu bedienen. „Ein weiterer USP oder Verkaufsvorteil bestand in unseren Katalogen, der Kenntnisvermittlung über die Produkte“, sagt der Operations Director Wouter Kothuis. Inzwischen zählt ABS auch die umfassenden Kenntnisse des Marktes und der auf diesem vertretenen Hersteller zum Mehrwert des Unternehmens.

Pulse-Client-ABS

25.000 verschiedene Produkte

„Wie auf jedem Markt gibt es auch auf diesem minderwertige Produkte. Wir liefern alle Produkte, außer die der A-Marken Brembo und Textar, unter dem eigenen ABS-Markennamen. Deshalb können wir es uns nicht erlauben, minderwertige Produkte anzubieten. Zum Glück kennen wir den Markt und die Qualitätsstandards gut. Wir arbeiten viel mit Herstellern zusammen, die auch an die Erstausrüster liefern. Außerdem gehen wir bei der Auswahl neuer Hersteller sehr sorgfältig vor.“ Obwohl wir auch zuvor exportierten, war der Fall der Mauer im Jahr 1989 ein Impuls für unseren Export, der mittlerweile etwa 35-40 % des Umsatzes ausmacht. „Der Fuhrpark der Niederlande als Land ohne eigene Automobilindustrie ist außergewöhnlich vielfältig. Wenn man bereits in den Niederlanden einen Großteil aller Automarken und Typen abdeckt, kann man das auch in ganz Europa,“ sagt Kothuis zuversichtlich. Vor etwa sechs Jahren erweiterte ABS das Sortiment mit Lenkungs- und Aufhängungsteilen. Inzwischen liefert das Unternehmen auch Radlager und das Sortiment hat sich mittlerweile auf 25.000 verschiedene Produkte erweitert.

Viele Schnittstellen

Die Zahl der Transaktionen ist enorm und die damit verbundene Logistik komplex. Eine solche Situation erfordert von einem Unternehmen mit nur etwa siebzig Mitarbeitern einen hohen Informatisierungs- und Automatisierungsgrad. „Wir zählen daher bereits zu den frühen Benutzern von Axapta, dem Vorläufer von Microsoft Dynamics AX“, sagt Kothuis. Die ERP-Systeme waren damals noch recht unflexibel, was durch Ergänzung mit speziell programmierten Anpassungen gelöst wurde. Als ich vor zweieinhalb Jahren zu ABS kam, hatte ich bei meinem vorigen Arbeitgeber bereits Erfahrungen mit Dynamics AX gesammelt. Doch erkannte ich das System bei ABS nicht wieder! Beide Unternehmen hatten so viel firmenspezifische Anpassung, dass es völlig unterschiedliche Systeme waren.“ ABS verfügt beispielsweise über viele – erforderliche – Schnittstellen zu anderen Systemen.  Beispiel dafür ist der standardisierte Nachrichtenaustausch über ein EDI-Protokoll. Außerdem gibt es 1:1-EDI und Systeme für ergänzende Informationen über Bauteile, wie z.B. TecDoc und Aldoc. „Das ist nur die externe Seite. Für uns war intern eine Schnittstelle zum Bestandsoptimierungssystem Slim4 von entscheidender Bedeutung, ebenso wie das Business Intelligence-System Targit, mit dem wir Trends sehr schnell analysieren können. Und das ist noch nicht alles, denn das ERP-System muss auch mit Logistiksystemen, dem Webshop und einem System für die Marktanalyse verknüpft sein. Mit anderen Worten: viele Schnittstellen und ein recht komplexes System.“

„Wenn man bereits in den Niederlanden einen Großteil aller Automarken und Typen abdeckt, kann man das auch in ganz Europa.“

Attraktivste Architektur

Custom-programmierte Systeme lassen sich nur schwer aktualisieren. Deshalb ist der heutige Trend umgekehrt: Die Standardsysteme können viel mehr und Unternehmen möchten möglichst in der Standardfunktionalität bleiben. Ergänzende Funktionen können heutzutage zum Glück häufig mit Standardmodulen geschaffen werden. Kothuis: „Dieser Trend spielte damals eine Rolle, als 2009 der Umstieg von Dynamics AX 3.0 auf Dynamics AX 2009 erfolgte. Das war eine erhebliche Verbesserung, die wirklich einen Neustart erforderlich machte. Ursprünglich wollten wir mit dem bestehenden Partner weiterarbeiten. Doch aufgrund der Tragweite des Projekts luden wir zwei weitere Anbieter ein, darunter Pulse Business Solutions, unsere Betriebsprozess zu analysieren und ein Angebot für den Umstieg zu unterbreiten.“ Die Anforderungen von ABS: Nahe am Standardprogramm bleiben, vorhandene Custom-Tools durch Standardmodule ersetzen und eine spezifische Lösung für ein effizientes Pfandgeld-Verwaltungssystem finden. Kothuis: „Einer der Anbieter berücksichtigte unsere Anforderungen kaum und fiel daher schnell aus dem Rennen. Wir waren jedoch vom Mehrwert durch den pragmatischen Lösungsansatz von Pulse überrascht. So wurde in zwei, drei Wochen eine Lösung für das Pfandproblem innerhalb auf Basis der Standardplattform entwickelt, während unser bisheriger Partner nur eine eigens programmierte Sonderlösung sah. Die proaktive, direkte Vorgehensweise von Pulse gefiel uns, weil diese unserem eigenen Stil entspricht. Außerdem bot Pulse die attraktivste Architektur an. Diese basierte auf der Funktionalität der Standardplattform und Ergänzung durch AXtension-Lösungen. Unser bisheriger Partner stellte stattdessen ein Paket mit teilweise unnötigen Funktionen zur Wahl. Wir haben uns also für Pulse entschieden.“

Schneller Umstieg

Beide Parteien erstellten im November 2009 ein anspruchsvolles Umstiegsprogramm, das im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein musste. Kothuis: „Wir haben die Sache vorangetrieben, aber hatten nicht mit einer dritten Partei gerechnet. Für TecCom, das Standard-Kommunikationsprotokoll für den Automobil-Aftermarket, war noch keine Schnittstelle zu AX 2009 verfügbar. TecCom ließt sich mit der Entwicklung dieser Schnittstelle viel Zeit. Nach langem, vergeblichem Warten hat schließlich Pulse die Schnittstelle erstellt. Diese bekamen wir dadurch nicht schon im Mai, sondern erst im Oktober. In der Zwischenzeit regte uns Pulse an, am Ball zu bleiben und alles zu testen usw. Das war eine gute Sache.“ Im November 2010 war der Umstieg abgeschlossen. „Am 8. November gingen wir „live“ und Mitte Dezember lief alles problemlos“, erinnert sich Kothuis. „Mit einer Problemlösungszeit von fünf bis sechs Wochen war dieser der schnellste Umstieg, den ich je erlebt habe. Die Geschwindigkeit war unserer Entscheidung zu verdanken, nämlich nahe am Standard zu bleiben, und zudem der Vorgehensweise von Pulse. Während des Umstiegs wird immer viel geklagt, aber im Nachhinein findet jeder, dass es schnell und gut verlaufen ist.“ Die Nachbetreuungsphase des Projekts wurde am 1. Juli 2011 abgeschlossen. „Beim Finetuning bis zu diesem Zeitpunkt wurden einige elementare Anpassungen hinzugefügt. Das passte zu meiner Vorgehensweise: Zuerst Standardlösungen einführen und, wenn sich dann herausstellt, dass bestimmte Custom-Tools unvermeidlich sind, kann man diese noch einfügen. Das System läuft hervorragend, einschließlich der so wichtigen TecCom-Schnittstelle.“ Außer dem Software-Umstieg übernahm Pulse auch die damit verbundene Umstrukturierung des Serverparks bei ABS, teilt Wouter Kothuis abschließend mit: „Der Pulse Serverspezialist hat alles auf die Microsoft Hyper V-Standardumgebung gebracht. Wir sind jetzt auf allen Gebieten völlig auf dem neuesten Stand und verfügen überall über die richtigen Software-Versionen. Das ist alles in allem sehr beruhigend.“

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