Ein paar Mausklicks mehr oder weniger?!

Ein paar Mausklicks mehr oder weniger?!

Herr Berendts! Bevor Sie Ihre Demo erstellen, möchten wir wie gesagt, dass Sie diesem Business-Case folgen. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass für uns die Geschwindigkeit, mit der Eingaben in das ERP-System erfolgen, entscheidend ist. Wir würden gerne wissen und sehen, dass nicht zu viele Mausklicks notwendig sind, um zu einem Ergebnis zu kommen.“ Das ist ein Totschlagargument, bevor Sie überhaupt begonnen haben! Sie bekommen einen Business-Case, der alle Prozesse im Universum abdecken soll und selbstverständlich unzählige Ausnahmen berücksichtigen muss. Und das natürlich mit einem Minimum an Mausklicks. Tolle Herausforderung, nicht war? Ich kann mich noch erinnern, dass ich mit Triton allein durch Schnellfunktionen und Schaltflächen durch das ganze System navigieren konnte. Das ging rasend schnell und ich war König beim Aufrufen von Bildschirmen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich schneller auf der Zahlentastatur als eine Kassiererin bei Aldi war. Das war allerdings noch bevor der Balkencode in Supermärkten Einzug gehalten hatte. Grund dafür, dass ich so schnell sein musste: Ich musste alle Aufträge durchsuchen. Auf die Schnelle einen Bericht aus dem Stegreif erstellen oder einen Filter auf dem Bildschirm zuschalten ging natürlich nicht. Abfragen zu basteln war eine technische Aufgabe der ICT-Abteilung und das Durchführen einer Abfrage legte beinahe den gesamten Betrieb lahm. Daher mussten alle Aufträge durchsucht und die fortlaufenden Resultate in eine Liste eingetragen werden. Und das war nur die Spitze des Eisbergs. In der heutigen Zeit muss ein ERP-Paket alles können und alle Informationen direkt zur Verfügung stellen. Wir automatisieren damit stets komplexere Aufgabenstellungen und wagen uns ab und zu sogar an die Ausnahmen.

Nun schnell zurück zu unserer ersten Aussage. Sagt die Anzahl der Mausklicks etwas über die Qualität der Anwendung aus? Sicher kann man daraus auf die Geschwindigkeit der Auftragseingabe schließen, doch wir wollen heute viel mehr. Margensicherung, ATP- und CTP-Prüfungen, Einkaufs-/Herstellungsentscheidungen bei der Auftragseingabe usw. Wenn all diese Funktionalitäten über eine Plattform verfügbar sein sollen, müssen die entsprechenden Informationen irgendwo abgefragt werden. Das System muss also auf die Abfrage entsprechend reagieren. Oft geht das über Schnelltasten, doch in vielen Fällen müssen Sie die Maus dafür bemühen. Ausschlaggebend ist hier jedoch nicht, ob ich die Anzahl der Mausklicks minimieren kann, sondern wie schnell ich auf zuverlässige Informationen zugreifen kann und wie ich dafür sorgen kann, dass Daten fehlerfrei eingegeben und interpretiert werden. Dabei können ein paar zusätzliche Mausklicks einige Riesenvorteile für das Business bringen. Zum Einen bekommen Sie über einen Bildschirm zuverlässige und nutzbare Informationen zur Verfügung gestellt. Zum Anderen kann durch zusätzliche Eingabe von Daten dafür gesorgt worden, dass die Arbeitsvorbereitungs- und Herstellungskette die korrekten Informationen bekommt, um effizient produzieren und liefern zu können. Eine weitere Frage, die sich stellt: Bedeuten weniger Mausklicks mehr Gewinn? Natürlich begreife ich, dass bei Unternehmen mit großem Auftragsfluss, die Eingabe von Aufträgen schnell ablaufen muss. Daher ist es sehr wichtig, dass der Arbeitsvorbereiter alle Informationen in das System stopft, damit die Auftragseingabe fehlerfrei abläuft. Das Einrichten von neuen Produkten verlangt natürlich mehr Zeit bei der Arbeitsvorbereitung, doch wird diese Zeit durch die rationalisierte Auftragseingabe sehr schnell zurückgewonnen. Dies ist aber nur eines von vielen Beispielen, die ich aus dem Ärmel schütteln könnte. Erkennen Sie sich hierin wieder?